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Beiträge vom September, 2010

Heute ist Weltübersetzertag

Donnerstag, 30. September 2010 8:00

Ob Gebrauchsanweisungen, Pressemeldungen oder Romane – jeden Tag begegnen wir zahlreichen Übersetzungen, sei es aus dem Englischen, dem Finnischen, dem Russischen, dem Chinesischen oder irgendeiner anderen Sprache… Um diese Tatsache verstärkt ins Bewusstsein zu rücken, wurde 1991 vom Internationalen Übersetzerverband FIT der 30. September zum “Internationalen Tag des Übersetzens” erklärt.

Als zentrales Mittel der Völkerverständigung führen Übersetzungen bei mangelnder Sorgfalt auch gerne mal zum Gegenteil- das vielzitierte Beispiel der “vitalen Rolle” in Afghanistan, die George W. Bush im Jahr 2003 laut nachlässig übersetzen Pressemitteilungen angeblich von Deutschland forderte, zeigt dies ziemlich eindrücklich.  Mit einer “munteren, unternehmungslustigen Rolle” fühlte sich Deutschland nicht ernstgenommen – die deutsche Politik wollte eine maßgebliche, wichtige Rolle spielen. Als endlich mal jemand im Wörterbuch nachschlug, was das von Bush verwendete englische Adjektiv “vital” im Deutschen wirklich bedeutet, war der Aufschrei schon längst durch alle Gazetten gegangen – und das deutsch-amerikanische Verhältnis arg angekratzt.

Doch man muss gar nicht bis in die Weltpolitik gehen, um die Bedeutung qualifizierter Übersetzungen zu erkennen. Tag für Tag machen Sprachbarrieren Händlern und anderen im Geschäftsalltag das Leben schwer. Bei einer englischen E-Mail findet sich meist noch irgendjemand, der sie versteht – zur Not wird auf automatische Übersetzungsprogramme zurückgegriffen und der Inhalt (meist mehr schlecht als recht) zusammengereimt.

Doch wie sieht es aus, wenn der französische Kunde auf Französisch kommunizieren möchte oder eine Angebot von einem spanischen Lieferanten eintrudelt? Besonders kleine und mittlere Unternehmen lassen sich durch solche Barrieren schnell vom grenzüberschreitenden Geschäft abhalten, dabei bietet der europäische Markt z.B. gerade für kleine Online-Händler enorme Chancen. Mit einem Bruchteil der sonst üblichen Expansionskosten können umfangreiche Märkte erschlossen werden. Und neben der Übersetzung und Lokalisierung etwa eines Online-Shops kann man auch die Kundenkommunikation durch einen spezialisierten Dienstleister betreuuen lassen: um alle Chancen des zusammenwachsenden Europa zu nutzen.

Warum übrigens der 30. September? Der gilt als Todestag des Heiligen Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer, der sieben Sprachen gesprochen haben soll und u.a. zahlreiche Bibeltexte ins Lateinische übersetzt hat. Apropos Bibel: die ist nach wie vor als meistübersetztes Buch der Welt kaum noch einzuholen. Mal ganz, mal in Teilen wurde sie bisher in mehr als 2.400 Sprachen überstezt. Wussten Sie, dass es so viele Sprachen überhaupt gibt?

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Spanien steht still

Mittwoch, 29. September 2010 8:13

In Spanien bewegt sich heute kaum etwas: die Gewerkschaften haben zum landesweiten Generalstreik aufgerufen. In der Metallindustrie legten alle Beschäftigten der Nachtschicht die Arbeit nieder, die Großmärkte sind verwaist, einzelne unabhängige Fernsehsender haben um 0.00 Uhr ihr Programm abgeschaltet. Am offensichtlichsten wird der Streik jedoch im Verkehrssektor: Züge & Busse fahren nur vereinzelt, in manchen Regionen überhaupt nicht: die Eisenbahngesellschaft Barcelonas meldete 100% Streikbeteiligung. Auch Urlauber dürften betroffen sein: zahlreiche Flüge von und nach Spanien wurden ersatzlos gestrichen oder melden Verspätungen…

In sage und schreibe 95 Städten finden den ganzen Tag über Demonstrationen statt. Die Proteste richten sich gegen eine vor drei Wochen vom spanischen Parlament verabschiedete Gesetzesänderung, die u.a. eine Lockerung des Kündigungsschutzes und vereinfachte Entlassungen vorsieht.

LingBits
dt. Generalstreik – span. huelga general

Quelle: El País

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Wie viele Sprachen hat Europa?

Sonntag, 26. September 2010 8:20

Heute ist Europäischer Tag der Sprachen – wissen Sie, wie viele Sprachen in Europa gesprochen werden? Die Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten, aber bei einem bin ich mir ziemlich sicher: es sind mehr als Sie denken!

Was noch jeder kennen dürfte, sind die “politischen” Sprachen, die offiziellen Sprachen der einzelnen Länder. Damit bringt es z.B. die EU schon auf 23 Amtssprachen: von Bulgarisch bis Ungarisch. Und sogar in dieser offiziellen Liste ist schon eine Sprache dabei, über die man nicht jeden Tag stolpert: wussten Sie, dass auf Malta neben Englisch auch Maltesisch offizielle Sprache ist (die ihre Ursprünge übrigens in einem arabischen Dialekt hat und damit die einzige semitische Sprache Europas ist)?

Lässt man jedoch die politischen Grenzen außen vor und widmet sich den zahlreichen kleinen Dialekten und Minderheitensprachen, kommt man auf deutlich längere Listen. Die Wikipedia kennt (je nach Unterscheidungsgrad) zwischen 113 und 128 Sprachen, darunter die in Russland gesprochene mongolische Sprachform Kalmückisch, die baltische Sprache Selonisch oder die schwedische Dialektgruppe Jämtländisch. Schon mal gehört?

Dabei fehlen in dieser Liste (vor allem, wenn man Dialekte, wie z.T. schon geschehen, mit hinzuzählt), noch diverse Varietäten, angefangen mit dem Schwyzerdütsch. Fasst man alle bekannten Sprachen und Dialekte zusammen, kommt man auf über 200, von denen einzelne nur noch von wenigen Familien gesprochen werden. Zahlreiche dieser Sprachen sind deshalb vom Aussterben bedroht: sie werden nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben, mit ihren letzten Sprechern werden auch die Sprachen damit verschwinden. Doch es gibt sogar erfolgreiche Wiederbelebungsversuche. Die letzten Sprecher des in Cornwall gesprochene Kornischen beispielsweise starben bereits Ende des 18. Jahrhunderts, dennoch gelang es Sprachwissenschaftlern, die Sprache zu rekonstruieren und in einem einzigartigen Projekt wieder “einzupflanzen”: heute ist es von der britischen Regierung sogar offiziell als Minderheitensprache anerkannt.

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Brüssel diskutiert über einheitliche Verbraucherrechte

Mittwoch, 22. September 2010 8:59

Heute ist European Consumer Protection Enforcement Day: in Brüssel findet ein High Level Meeting statt, auf dem die Verantwortlichen für die Verbraucherschutzpolitik in den verschiedenen Mitgliedstaaten zum Thema Verbraucherschutz miteinander diskutieren. Ausgangspunkt ist der Wunsch nach Verbesserungen des Verbraucherschutzes im Binnenmarkt, um den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU zu vereinfachen. EU-Studien zeigen, dass weniger als ein Drittel aller Verbraucher im Jahr 2009 ein Produkt oder eine Dienstleistung in einem anderen Land gekauft hat. Grund dafür sind neben Logistik- und Sprachbarrieren vor allem Unsicherheiten im Verbraucherschutz, die zum Beispiel zahlreiche Online-Händler davon abhalten, ihre Waren überhaupt grenzüberschreitend anzubieten.

Um einen gesamteuropäischen Wettbewerb zu ermöglichen, von dem Verbraucher ebenso wie Anbieter profitieren können, sind weitreichende Vereinheitlichungen nötig …

Quelle: http://www.eutrio.be/de/european-consumer-protection-enforcement-day-high-level-meeting

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Battle of Britain Day

Mittwoch, 15. September 2010 8:28

Am heutigen 15. September erinnert man sich in Großbritannien an die Luftschlacht um England im Zweiten Weltkrieg: die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf englische Großstädte in dem Versuch, eine Invasion Großbritanniens vorzubereiten. Zwischen Juli und Oktober 1940 flog die deutsche Luftwaffe heftige Angriffe, in weniger starkem Maße weiter noch bis Mai 1941.

Aus der Luftschlacht zwischen deutscher Luftwaffe und britischer Royal Air Force (RAF) gingen die Briten als deutliche Sieger hervor, was Winston Churchill zu der berühmt gewordenen Aussage über die erfolgreichen RAF-Piloten veranlasste: “Never in the field of human conflict was so much owed by so many to so few” („Nie zuvor in der Geschichte des kriegerischen Konflikts verdankten so viele so wenigen so viel“.).

Der Gedenktag wird in Großbritannien am 15. September, in anderen Teilen des Commonwealth jeweils am dritten Sonntag im September begangen.

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Tag der deutschen Sprache

Samstag, 11. September 2010 8:40

Seit er im Jahr 2001 von Heinz-Dieter Dey ins Leben gerufen wurde, wird der zweite Samstag im September als “Tag der deutschen Sprache” begangen. In den vergangenen Jahren versuchten beispielsweise einzelne Zeitungen, an an diesem Tag ohne Anglizismen auszukommen, Radiostationen (z.B. hr3) spielten nur Musik mit deutschen Texten.

Schön, dass auf diese Weise Bewusstsein für die Sprache geschaffen wird, schade, dass einige Grundüberlegungen und vereinzelte Aktionen irgendwie ausgrenzenden Charakter haben. Denn wo ist der Unterschied zwischen den viel gescholtenen modernen Anglizismen und den hochgehaltenen lateinischen oder griechischen Lehnwörtern? Ohne die aus den verschiedensten Sprachen entlehnten Begriffe – vom “Auto” (griechisch) über die “Garderobe” (französisch) bis hin zu “E-Mail” (englisch) – wäre die deutsche Sprache gar nicht “funktions”- fähig (schon wieder ein lateinisches Lehnwort). Warum also gegen die Einflüsse von außen wettern, anstatt sie als bereichernde Elemente konstruktiv zu integrieren?

Bei unseren europäischen Nachbarn haben sich schon deutlich länger ähnliche, sogar noch viel weiter verbreitete Festivitäten etabliert. In Spanien gibt es mit dem Día Mundial del Idioma Español am 23. April und dem vom Instituto Cervantes ins Leben gerufenen Día del Espanol am 19. Juni bereits zwei der Sprache gewidmete Festtage. Frankreich und alle französischsprachigen Länder feiern am 20. Mai die Journée internationale de la Francophonie.

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Labor Day in den USA

Montag, 6. September 2010 8:34

Immer am ersten Montag im September wird in den USA Labor Day gefeiert. Seit 1894 ist der Labor Day gesetzlicher Feiertag, seine Ursprünge liegen in den Kampagnen der Arbeiterbewegung zur Etablierung des Achtstundentages.

Heute markiert der Labor Day vielerorts auch das Ende der Sommer- und Ferienzeit, viele Amerikaner nutzen ihn für ein letztes verlängertes Sommerwochenende, und für die meisten Schüler beginnt im Anschluss das neue Schuljahr.

Sollten Sie also Kontakt zu einem amerikanischen Geschäftspartner suchen: warten Sie bis morgen!

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