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Beiträge vom März, 2011

ePayment international: Einheitliches Zahlungssystem geplant

Mittwoch, 9. März 2011 10:28

Eine der zentralen Herausforderungen für den grenzüberschreitenden eCommerce ist das Anbieten international akzeptierter und einsetzbarer Zahlungsweisen. Die EU hat sich die Entwicklung einer einheitlichen ePayment-Lösung bereits seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben, nun haben drei große europäische Zahlungsanbieter ihre Pläne für eine grenzüberschreitende Lösung angekündigt. Der deutsche Online-Überweisungs-Anbieter giropay, der niederländische ePayment-Marktführer iDEAL und der österreichische Online-Zahlungsstandard eps arbeiten gemeinsam an einer Lösung für grenzüberschreitende Online-Überweisungen in Echtzeit.

Auf Basis von Online-Banking soll ein länderübergreifend funktionierendes einheitliches Bezahlverfahren für den europäischen Markt entwickelt werden. Damit sollen europäische Verbraucher über ihr vertrautes Online-Banking in Webshops in einem anderen europäischen Land online und in Echtzeit bezahlen können.

Gemeinsam mit dem European Payments Council (EPC) – das europäische Pendant zum Zentralen Kreditausschuss in Deutschland, das bereits für die Einführung von SEPA Standards für grenzüberschreitende Überweisungen und Lastschriften verabschiedet hat – haben die drei Unternehmen eine  Absichtserklärung unterzeichnet, das vom EPC entwickelte „Interoperability Framework“ zu prüfen. Eventuelle Verbesserungsvorschläge sollen vom EPC berücksichtigt werden, für den Sommer ist eine erste Version des SEPA E-Payments-Frameworks geplant, das europaweit einheitliche Standards und technische Grundlagen in der Bankenindustrie einführen soll.

KF/msh | Quelle: giropay

Thema: eCommerce, Newsticker, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Zahlungsweisen international: Umfrage gestartet

Dienstag, 8. März 2011 9:05

Das Institut ibi research an der Uni Regensburg, die Kreditkartenorganisation MasterCard und das Wirtschaftsmagazin Der Handel starten in die dritte Runde des E-Payment-Barometer. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich “Internationaler E-Commerce”.  An der Umfrage teilnehmen können alle Online-Händler aus dem deutschsprachigen Raum noch bis zum 01. April 2011. Alle Teilnehmer erhalten im Anschluss auf Wunsch die Zusammenfassung der Ergebnisse.

> Zum Fragebogen

KF/msh | Quelle: ibi research

Thema: eCommerce, Newsticker | Kommentare (0) | Autor:

Neues zur geplanten Lieferpflicht innerhalb der EU

Montag, 7. März 2011 8:02

Nachdem der Richtlinienentwurf zur neuen Verbraucherrechtsrichtlinie nun öffentlich vorliegt und inzwischen auch von diversen Seiten analysiert wurde, lässt er sich bislang noch mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen für den grenzüberschreitenden eCommerce interpretieren. Der entscheidende Passus, der neu hinzugefügte Artikel 22a, lautet unter der Überschrift “Recht auf Lieferung einer Ware oder Erbringung einer Dienstleistung in einem anderen Mitgliedstaat” wie folgt:

“Bei einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag hat der Verbraucher das Recht, vom Gewerbetreibenden die Lieferung einer Ware oder die Erbringung einer Dienstleistung in einem anderen Mitgliedstaat zu verlangen. Der Gewerbetreibende kommt dieser Forderung nach, sofern dies technisch durchführbar ist und der Verbraucher bereit ist, alle damit verbundenen Kosten zu tragen. Der Gewerbetreibende beziffert diese Kosten stets im Voraus.”

Zum einen lässt die Formulierung, wie auch Dr. Carsten Föhlisch vom Shopbetreiber-Blog ausführt, insofern leichte Entwarnung zu, als dass damit keine Ausrichtung von Online-Shops auf sämtliche Mitgliedsstaaten gefordert wird, sondern dem Händler lediglich die Möglichkeit genommen wird, Anfragen aus EU-Mitgliedsstaaten zurückzuweisen. Da für Lieferungen von Produkten die technische Durchführbarkeit nur selten in Frage stehen dürfte, bedeutet dies: Fragt ein Verbraucher an, muss er unter den genannten Bedingungen auch beliefert werden.

Auf der anderen Seite bleiben natürlich Risiken aus nachvertraglichen Konflikten bestehen: Z.B. wenn der Verbraucher auf dem an seinem Wohnsitz geltenden Verbraucherrecht besteht oder auch, wie  in Bezug auf die vom Händler zu tragenden Versandkosten bei Widerruf, die bei einer Lieferung ins Ausland deutlich höher sein können (vgl. hierzu die Ausführungen von versandhandelsrecht.de).

Vom Katastrophenszenario für den Online-Handel, vor allem für kleinere Shops, ist also derzeit nicht auszugehen, dennoch bleiben Risiken, von denen man nur hoffen kann, dass sie bei der Ausarbeitung und endgültigen Umsetzung der Richtlinie aus dem Weg geräumt werden.

Nähere Informationen sind wohl Ende des Monats zu erwarten – für den 23. März ist im Europäischen Parlament eine Aussprache zum Richtlinienentwurf angesetzt.

KF/msh | Quellen: Europäisches Parlament | versandhandelsrecht.de | shopbetreiber-blog.de

Thema: eCommerce, Newsticker, Politik, Recht | Kommentare (0) | Autor:

Von Königinnen und Sardinen: Karneval in Spanien

Sonntag, 6. März 2011 14:52

Im Feiern waren die Spanier schon immer groß, und so verwundert es nicht, dass auch der Karneval auf der iberischen Halbinsel einen festen Platz hat. In der Woche vor Aschermittwoch (Miércoles de las cenizas), beginnend mit dem Jueves graso (“Fettdonnerstag”), wird mit Kostümen, Umzügen, Musikkapellen und Wahlen zur Königin des Karneval (“Reina del Carnaval”) ausgiebig gefeiert – bis das bunte Treiben am Aschermittwoch (gelegentlich auch bereits am Dienstag abend) traditionell mit dem Entierro de las Sardinas (“Beerdigung der Sardinen”) beendet wird.

Besondere turistische Anziehungskraft haben der Karneval von Cádiz sowie der Karneval von Santa Cruz de Tenerife auf der Kanaren-Insel Teneriffa, der eng mit dem Karneval in Rio de Janeiro verbandelt ist und zu den weltweit bekanntesten Karnevals-Festivitäten gehört.

KF/msh

LingBits

dt. Karneval m.span. carnaval m.
dt.
Weiberfastnacht f./Fettdonnerstag m. – span. jueves graso m.
dt.
Aschermittwoch m. - span. miércoles de las cenizas m.

Thema: Land & Leute, Newsticker | Kommentare (0) | Autor:

Crêpes und Krapfen an Mardi Gras: Karneval in Frankreich

Freitag, 4. März 2011 12:12

Auch in Frankreich wird dieser Tage Karneval gefeiert, allerdings gibt es kein so konzentriertes Äquivalent zum deutschen Straßenkarneval, der sich zwischen Weiberfastnacht und Karnevalsdienstag abspielt. Der Karneval in Nizza beispielsweise verteilt sich auf die zweieinhalb Wochen vor Aschermittwoch,  u.a. mit dem Blumenspektakel bataille des fleurs. In Dunkerque geht es bereits zweieinhalb Monate vor Aschermittwoch los – mit  Partys, Umzügen und aufwendig gestalteten géants, überdimensionalen Pappmachéefiguren.

Gemeinsam ist den Feiern überall: am Aschermittwoch ist Schluss. Dabei kommt in Frankreich traditionell dem Dienstag vor Aschermittwoch, dem mardi gras besondere Bedeutung zu, an dem man noch ein letztes Mal fettreich schlemmen darf (“mardi gras” bedeutet wörtlich “fetter Dienstag”), bevor am nächsten Tag die Fastenzeit beginnt. Und so gibt es an Mardi Gras Crêpes & Krapfen im Überfluss…

KF/msh

LingBits

dt. Karneval m. – frz. carnaval m.
dt. Karnevalsdienstag m. – frz. mardi gras m.
dt. Aschermittwoch m. – frz. mercredi des cendres m.

Thema: Land & Leute, Newsticker | Kommentare (0) | Autor:

Social Media in spanischen Firmen wenig genutzt

Donnerstag, 3. März 2011 9:30

Nur 10-15% der spanischen Firmen greifen auf Social Media-Kanäle als Vertriebs- und Marketinginstrument zurück. Das ist das Ergebnis einer Analyse des spanischen Web- und eCommerce-Spezialisten Paginar.net. Zwar haben inzwischen vor allem auch die kleineren Unternehmen erkannt, dass das Internet ihnen großen Mehrwert bieten kann, in Sachen Social Media sind die Unternehmen auf der iberischen Halbinsel jedoch noch ziemlich zurückhaltend. Dass man Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter oder LinkedIn zur Kundenbindung, Neukundengewinnung, für die Ankündigung von Aktionen und Sonderangeboten oder Veranstaltungen, die Markenpositionierung, virales Marketing und nicht zuletzt auch für Kundenfeedback und Wettbewerbsanalysen nutzen kann, ist bei den meisten Unternehmen noch nicht angekommen.

Dabei sieht Paginar.net gerade für Spanien einen großen Vorteil: das Spanische ist die am drittstärksten vertretene Sprache im Internet. Dieser sprachliche Wettbewerbsvorteil lässt sich nutzen – die spanischen Firmen tun dies aber in aller Regel aktuell noch nicht.

KF/msh | Quelle: paginar.net

Thema: eCommerce, Newsticker, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Versand in die gesamte EU bald Pflicht?

Dienstag, 1. März 2011 17:56

Gemäß einer Meldung der Financial Times Deutschland (FTD) hat die Europäische Kommission eine Kehrtwendung in der Frage um den grenzüberschreitenden Online-Handel hingelegt. Anstatt, wie bislang geplant, die rechtlichen Voraussetzungen für den innereuropäischen eCommerce zu vereinheitlichen, sollen die Unterschiede bestehen bleiben – wären dabei aber angeblich auch von allen Online-Händlern ohne Ausnahme zu berücksichtigen. Denn laut FTD sieht der aktuelle Entwurf vor, dass Händler verpflichtet werden, in alle Mitgliedsstaaten der EU zu versenden…

Bisher scheint den neuen Richtlinienentwurf jedoch außer FTD noch niemand gesehen zu haben. Insofern bleibt erst einmal abzuwarten, ob sich diese für den eCommerce zweifelsfrei katastrophale Interpretation der Dinge bestätigt, oder ob der veränderte Entwurf doch in eine andere Richtung zielt… Am 08./09. März soll im EU-Parlament über die Verbraucherrechtsrichtlinie abgestimmt werden – dann sind wir hoffentlich schlauer…

Eine Zwangsberücksichtigung der Verbraucherrechtsvorschriften aller EU-Mitgliedsstaaten wäre für kleinere Shops häufig das Aus, denn die dazugehörigen Anpassungen und rechtlichen Absicherungen können sich nur die Großen problemlos leisten…

KF/msh | Quelle: Financial Times Deutschland

Thema: eCommerce, Newsticker, Politik, Recht | Kommentare (0) | Autor: