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Beiträge vom Juni, 2011

Spanische Unternehmen entdecken Twitter … langsam

Mittwoch, 15. Juni 2011 8:28

75 große spanische Unternehmen hat das Beratungsunternehmen IZO in Bezug auf ihr Twitter-Verhalten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: 68% der Firmen haben einen Twitter-Account, aber viele füttern ihn nicht regelmäßig: bei knapp einem Viertel war in den letzten vierzehn Tagen kein einziger Tweet veröffentlicht worden.

Maßgeblich nutzen die untersuchten Unternehmen Twitter zu Werbezwecken. Nachrichten in eigener Sache machen 84% der Tweets aus, 50% werden für Sonderangebote und Aktionen genutzt. Seltener wird der Social Media-Kanal auch als Kommunikationsmedium zum Dialog mit dem Kunden genutzt: 35% der Firmen setzen Twitter auch als Kundenservice-Instrument ein.

41% der untersuchten Twitter-Accounts waren weniger als ein Jahr alt – viele Unternehmen befinden sich also noch in der Aufbauphase und sind noch dabei, erste Erfahrungen mit dem neuen Medium zu sammeln…

KF/msh | Quelle: Tecnologiapyme | IZO

Thema: eCommerce, Newsticker, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

EU-Verbraucherrecht: Aus für die 40-EUR-Klausel

Dienstag, 14. Juni 2011 8:10

Der kürzlich von Branchenverbänden in ganz Europa scharf kritisierte Entwurf für eine neue EU- Verbraucherrechtsrichtlinie hat eine weitere Hürde genommen, dabei aber zumindest einen kritischen Aspekt verloren. Als Ergebnis der Verhandlungsrunde zwischen Europäischem Parlament und Ministerrat am 07. Juni 2011 wurde u.a. eine EU-weit einheitliche Widerrufsfrist von 14 Tagen festgelegt, außerdem wurden weitreichende Informationsvorschriften sowie ein Schutz der Verbraucher vor versteckten Kosten (bspw. durch vorausgewählte Checkboxen) beschlossen.

Nicht durch die Abstimmung schaffte es aufgrund des massiven Protestes seitens des Handels die Aufnahme der derzeit nur in Deutschland geltenden 40-EUR-Klausel, nach der bei einem zurückgesendeten Warenwert von über 40 EUR der Verkäufer zusätzlich zu den Hinsendekosten auch die Rücksendekosten zu tragen hat. In Deutschland darf also auf ein Ende dieser für die Händler problematischen einseitigen Kostenverteilung gehofft werden.

KF/msh | Quellen: EU-Kommission | Internet Retailing

Thema: eCommerce, Newsticker, Politik, Recht | Kommentare (0) | Autor:

Grenzüberschreitender eCommerce: EU-Ziele nicht erreicht

Montag, 6. Juni 2011 8:14

In ihrer “Digitalen Agenda für Europa” hatte die EU-Kommission im Mai 2010 verschiedene Ziele in Bereich Internet & Online-Handel definiert. Von Internetnutzung und Breitbandzugang über eGovernment-Angebote bis hin zum nationalen und internationalen Online-Handel wurden bis 2020 verschiedene Meilensteine festgelegt.

Einer davon liest sich wie folgt: bis 2015 sollen 20% aller Bürger grenzüberschreitend online einkaufen. Vom Erreichen dieser Maßgabe ist Europa allerdings noch weit entfernt. Wie der aktuelle Bericht zum Scoreboard zeigt, ist die Anzahl der EU-Bürger, die ihre Online-Einkäufe grenzüberschreitend erledigen, im vergangenen Jahr um gerade mal 0,7% auf 8,8% gestiegen – bei dieser Wachstumsrate wird sich das angestrebte Ziel wohl kaum erreichen lassen.

Während die wichtigsten Gründe für die Zurückhaltung inzwischen allgemein bekannt sind (rechtliche Unsicherheiten sowohl auf Verbraucher- als auch auf Händlerseite), tut die EU sich mit der Beseitigung dieser Barrieren schwer. Anstatt in der neuen Verbraucherrechtsrichtlinie deutliche Schritte hin zu einer Harmonisierung des EU-Online-Marktes zu gehen, werden vor allem den kleinen Online-Händlern mit zahlreichen neuen Informationspflichten weiter Steine in den Weg gelegt. Die aktuell in Aussicht stehende Verpflichtung von Online-Händlern, auf Anfrage in alle Länder der EU zu liefern, wird die Probleme sicherlich nicht aus dem Weg räumen.

KF/msh | Quelle: EU-Kommission | Bericht zum Scoreboard vom 30.05.2011 (englisch)

Thema: eCommerce, Newsticker | Kommentare (0) | Autor: