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Beitrags-Archiv für die Kategory 'Land & Leute'

Mariano Rajoy: Spanien hat einen neuen Regierungschef

Mittwoch, 21. Dezember 2011 12:39

Der Parteichef der konservativen Partido Popular (PP), Mariano Rajoy, wurde gestern zum neuen Ministerpräsidenten Spaniens gewählt und heute von König Juan Carlos vereidigt.

Rajoy ist damit ab sofort Regierungschef in Madrid. Die Mitgliederliste seines Kabinetts hält er bislang noch unter Verschluss.

> Mehr zur Vereidigung Rajoys (auf spanisch)

KF / msh

 

Thema: Land & Leute, Politik | Kommentare (0) | Autor:

Feiern & Einkaufen: Weihnachten in Großbritannien

Mittwoch, 21. Dezember 2011 8:25

Während deutsche Arbeitnehmer sich regelmäßig darüber ärgern, wenn die Feiertage an Weihnachten ganz (wie im letzten Jahr) oder zum Teil (wie in diesem) auf ein Wochenende fallen, können die Briten sich ganz entspannt zurücklehnen und die Feiertage doppelt genießen. Denn in Großbritannien ist die Feiertagsregelung äußerst arbeitnehmerfreundlich: fällt ein gesetzlicher Feiertag auf ein Wochenende, wird er am folgenden Werktag nachgeholt. Und so gibt es dieses Jahr gleich drei Weihnachtsfeiertage, denn Christmas Day, der 1. Weihnachtsfeiertag, fällt auf einen Sonntag und wird deshalb am Montag, den 26. Dezember nachgeholt, so dass Boxing Day, der 2. Weihnachtsfeiertag, sich auf den 27. Dezember verschiebt.

Ohnehin ist Boxing Day zwar offiziell ebenfalls ein Feiertag, der für Spaziergänge, Spiele und traditionelle Jagd-Veranstaltungen genutzt wird, wird in den letzten Jahren aber immer mehr zum Shopping Day. Streckenweise ist er der umsatzstärkste Tag des Jahres für den stationären Einzelhandel  und immer mehr Läden nutzen die Gelegenheit, um die Jahresend-Schlussverkäufe einen Tag früher beginnen zu lassen. Und so verbringen die Briten den Morgen des Boxing Day immer häufiger in Schlangen vor den Einkaufszentren, um die besten Schnäppchen zu ergattern…

Und womit beschäftigen sich die Briten sonst an ihren großzügig bemessenen Feiertage?  An Heiligabend (Christmas Eve) wird erst einmal fleißig dekoriert und vorbereitet. Am Abend hängen die Kinder Strümpfe auf, damit der Weihnachtsmann (Father Christmas) dort die Geschenke hineinstecken kann. Obwohl zum Beispiel die Royal Family bereits an Heiligabend die Geschenke öffnet, bleibt dies eine seltene Ausnahme – Bescherung gibt’s in der Regel erst am nächsten Morgen.

Christmas Day (25. Dezember) beginnt also traditionell mit dem Auspacken der Geschenke. Später versammelt man sich zum traditionellen Christmas Dinner, zu dem u.a. Truthahn oder Gans, Kastanienfüllung, Rosenkohl, Röstkartoffeln, “Pigs in a blanket” (in Speck eingewickelte Würstchen) und Cranberry-Sauce unverzichtbar sind. Der Christmas Pudding, der zum Dessert gereicht wird, wird traditionellerweise schon am Stir-Up Sunday, dem Sonntag vor dem ersten Advent, hergestellt, damit er in den Wochen bis Weihnachten seinen vollen Geschmack entfalten kann. Enjoy…

… and Merry Christmas!

> Teil 1:  Weihnachten auf Spanisch: Warten auf den Dicken

> Teil 2: Von Foie Gras bis Bûche de Noël: Weihnachten in Frankreich

KF/msh

Thema: Land & Leute, Newsticker | Kommentare (0) | Autor:

Von Foie Gras bis Bûche de Noël: Weihnachten in Frankreich

Dienstag, 20. Dezember 2011 8:24

Anders als in Deutschland und Großbritannien gibt es in Frankreich (ebenso wie in Spanien) nur einen offiziellen Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember. Dazu wird außerdem an Heiligabend in der Regel noch ganz normal gearbeitet, erst am Abend kommt man gemütlich mit der Familie zusammen. Weihnachten ist also deutlich kürzer als hierzulande.

Nach dem Motto “kurz, aber heftig”, wird dafür dann besonders gut gegessen. Von Austern über Truthahn mit Maronen (Dinde aux marrons), Gänseleberpastete (Foie Gras), geräucherten oder marinierten Lachs (Saumon), Jakobsmuscheln (Noix de Saint Jacques) oder Ente (Canard) – das französische Weihnachtsmenü ist vor allem eins:  ausgiebig und köstlich. Traditionelles Dessert ist die sog. “Bûche de Noël”. Diese wie ein Holzscheit geformte gefüllte Biskuitrolle hat ihren Ursprung in dem Brauch, in den Nächten zwischen Weihnachten und Neujahr einen Holzscheit langsam im Kamin verglimmen zu lassen, dessen Asche dann zu Beginn des neuen Jahres über die Felder verstreut wurde, um diese fruchtbarer zu machen. Die ursprüngliche Form der Tradition findet sich mangels Kamin bei den Städtern heute immer seltener – dafür hat sich inzwischen mehrheitlich die kulinarische Variante der traditionellen Bûche de Noël durchgesetzt.

Während alle gemeinsam die Mitternachtsmesse besuchen, kommt Père Noël (“Vater Weihnachten”) und bringt die Geschenke – dann heißt es aber erst einmal, geduldig ins Bett gehen, denn geöffnet werden dürfen diese erst am Morgen des 25. Dezember…

Joyeux Noël!

KF/msh

Thema: Land & Leute, Newsticker | Kommentare (1) | Autor:

Weihnachten auf Spanisch: Warten auf den Dicken

Donnerstag, 15. Dezember 2011 8:11

Wer in Spanien in den Wochen vor Weihnachten überall von “el gordo” – dem “Dicken” – hört, mag in Versuchung sein, an den Weihnachtsmann zu denken. Knapp daneben – für die Spanier geht es in der Vorweihnachtszeit erstmal nur um eins: Geld! Denn der “Dicke”, auf den im Dezember ungeduldig gewartet wird, ist der Hauptgewinn in der spanischen Weihnachtslotterie. Die verteilt in diesem Jahr satte 2,5 Milliarden EUR unter den vielen Glücksrittern im Land.

Gezogen werden die Gewinner alle Jahre wieder in einer langen Show am 22. Dezember – setzen Sie für diesen Tag in Spanien also besser keine wichtigen Termine mehr an… :-) .

Ob mit oder ohne Lotteriegewinn – selbstverständlich wird in Spanien zwei Tage später auch Weihnachten gefeiert. In der Regel kommt man am Heiligabend (Nochebuena) in der Familie zu einem ausgiebigen Essen zusammen, das je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen kann, meist mit Meerestieren oder Geflügel. Am Weihnachtsfeiertag (Día de Navidad – im Unterschied zu Deutschland gibt es in Spanien nur einen offiziellen Feiertag) wird ebenfalls im Kreise der Familie und mit noch mehr gutem Essen gefeiert.

Vor allem die Kinder müssen jedoch auch dann noch reichlich Geduld mitbringen: Geschenke werden in Spanien nämlich traditionell von den Heiligen Drei Königen (Reyes Magos) gebracht – Weihnachtsmann und Christkind sind ebenso wie Adventskränze oder Adventskalender weitestgehend unbekannt. Bekanntlich kamen diese erst am 06. Januar zur Krippe in Bethlehem – und so stellen die Kinder in Spanien am Abend des 05. Januar Wasser vor die Tür, damit die Kamele der Drei Weisen trinken können, und werden am nächsten Morgen mit Geschenken und bisweilen von königlich verkleideten Eltern geweckt. Vereinzelt schließt man sich in Spanien heute allerdings auch dem Trend in der restlichen westlichen Welt an und verteilt die Geschenke bereits an Weihnachten – meist aus dem sehr praktischen Grund, damit die Kinder in den Schulferien noch etwas davon haben…

Absolut unverzichtbar am 06. Januar ist der Dreikönigskuchen “Roscón de Reyes”. In diesem radförmigen Hefekranz werden beim Backen eine Bohne & eine kleine Figur versteckt: der Finder der Bohne muss traditionellerweise für den Kuchen bezahlen – wer die Figur findet, wird dagegen zum König des Tages gekrönt…

¡Feliz Navidad!

KF/msh

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Martes Trece: Unglückstag in Spanien

Dienstag, 13. Dezember 2011 8:45

Wenn Ihr spanischer Geschäftspartner den lange vorbereiteten Vertrag heute lieber nicht abschließen möchte,  lässt er sich womöglich vom Datum beeinflussen. Denn in Spanien (ebenso wie in Lateinamerika und auch in Griechenland) gilt nicht Freitag, sondern Dienstag, der 13. (“Marte Trece”) als Unglückstag. Für die Angst vor diesem Tag gibt es im Spanischen sogar einen Fachbegriff: Trezidavomartiofobia.

Warum ausgerechnet Dienstag? Das spanische Wort “martes” für “Dienstag” leitet sich vom Namen des Planeten Mars ab, wegen seiner blutroten Färbung schon immer mit den Gottheiten des Krieges in Verbindung gebracht. Ihm wurden also schon seit jeher Zerstörung, Blut & Gewalt zugeschrieben – daher auch der römische Kriegsgott Mars.

Was man an einem Dienstag, den 13. tunlichst unterlassen sollte? Ein abergläubischer Spanier wird Dienstag, den 13. wohl kaum als Hochzeitsdaum auswählen oder an diesem Tag eine große Reise beginnen (“no te cases y no te embarques”). Aber auch das Abschließen von Verträgen dürfte am Dienstag, den 13. eher unbeliebt sein… Gedulden Sie sich also einfach bis morgen :-) .

KF/msh

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¡Adiós torero!: Letzter Stierkampf in Barcelona

Montag, 26. September 2011 9:04

Die gestrige Corrida in der Arena Monumental in Barcelona war der wohl letzte Stierkampf in der spanischen Provinz Katalonien. Im Juli 2010 hatte das katalanische Parlament ein Ende der Stierkämpfe ab 2012 beschlossen – damit markiert die letzte Corrida der Saison den Abschluss des blutigen Schauspiels in Katalonien. Tierschützer und Stierkampf-Gegner warteten schon lange auf diesen Tag – Stierkampf-Befürworter dagegen kritisieren, dass die umstrittene Tradition im Bestreben Kataloniens um Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland instrumentalisiert wurde.

Im Rest des spanischen Festlands (ebenso wie in Südfrankreich) wird im übrigen kein Torero arbeitslos werden – das Verbot gilt lediglich für Katalonien, wo die Faszination für den ungleichen Kampf schon lange abnehmende Tendenz hatte. Zuletzt fanden im einzigen Stierkampfstadion der Provinz nur noch 15 Corridas pro Saison statt.

Auf den Kanarischen Inseln ist der Stierkampf im übrigen bereits seit 1991 verboten.

KF/msh

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In Spanien wird heute nicht geheiratet

Dienstag, 13. September 2011 8:47

Wussten Sie schon? In Spanien & Lateinamerika (ebenso wie in Griechenland) gilt nicht Freitag, der 13., sondern Dienstag, der 13. (“Martes Trece”) als Unglückstag. Für die Angst vor Dienstag, dem 13., gibt es im Spanischen sogar einen Fachbegriff: Trezidavomartiofobia.

Warum der Dienstag? Das spanische Wort für Dienstag, “martes”, leitet sich vom Namen des Planeten Mars ab, der wegen seiner blutroten Färbung schon immer mit den Gottheiten des Krieges (daher auch der römische Kriegsgott Mars) in Verbindung gebracht wurde – Zerstörung, Blut & Gewalt wurden ihm also schon seit jeher zugeschrieben.

Und eine Legende besagt, dass die babylonische Sprachverwirrung anlässlich des Turmbaus zu Babel an einem Dienstag, den 13. stattfand.

“No te cases y no te embarques” – nicht heiraten und keine Reise beginnen, das sind die häufigsten Ratschläge für Dinge, die man an einem Dienstag, den 13. am besten unterlassen sollte… Und so werden die spanischen Standesämter heute wohl deutlich leerer sein als sonst…

KF/msh

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In Spanien fließt der Wein: Batalla del Vino

Mittwoch, 29. Juni 2011 9:26

In der spanischen Stadt Haro (La Rioja) wird heute gekämpft – und zwar mit Wein. In der alljährlich am 29. Juni stattfindenden Batalla del Vino werden etwa 70.000 Liter Wein als Munition verschossen – wonach alle Beteiligten keine Brille mehr brauchen, um alles rot bzw. rosa zu sehen … Die Ursprünge der Batalla del Vino lassen sich bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen – zum ersten Mal unter diesem Namen genannt wurde die Schlacht des Weines 1949.

KF/msh

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Feiertag? Nicht überall…

Donnerstag, 23. Juni 2011 9:36

Der heutige Fronleichnamstag wird schon in Deutschland sehr unterschiedlich gehandhabt: lediglich in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie in einigen Gemeinden von Thüringen und Sachsen ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag.

Diese Unterschiede setzten sich innerhalb Europas fort: in Teilen der Schweiz sowie in Österreich ist Fronleichnam ein Feiertag, in Frankreich und Großbritannien dagegen ein ganz normaler Arbeitstag. Auch in Spanien ist “Corpus Christi”, so der traditionelle Name des Festtages, schon seit 1989 kein allgemeiner gesetzlicher Feiertag mehr, wird aber als bedeutender katholischer Festtag vielerorts mit Prozessionen und anderen Traditionen begangen. In einzelnen Regionen (z.B. in Sevilla und Toledo) gilt er darüber hinaus als regionaler Feiertag und ist arbeitsfrei. In den übrigen Regionen Spaniens wird Fronleichnam am folgenden Sonntag (dem 9. Sonntag nach Ostern) gefeiert.

LingBits
dt. Fronleichnam – engl./span. Corpus Christi – frz. Fête-Dieu

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Luxemburg feiert Geburtstag

Donnerstag, 23. Juni 2011 7:44

Am heutigen 23. Juni werden Sie Ihre Geschäftspartner in Luxemburg eher nicht erreichen: das Großherzogtum begeht seinen Nationalfeiertag. Ursprünglich immer am Geburtstag des Großherzogs gefeiert, wurde der Festtag bereits aus diversen Gründen in den Juni verlegt, zuletzt aus Gründen des besseren Wetters vom 23. Januar (Geburtstag der von 1919-1964 amtierenden Großherzogin Charlotte) auf den 23. Juni. An diesem Datum wird der Feiertag auch heute noch begangen, auch wenn es mit dem Geburtstag des aktuellen Großherzogs Henri nicht mehr viel zu tun hat.

LingBits
Nationalfeiertag – frz. fête nationale f.

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