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Beitrags-Archiv für die Kategory 'Sprachtipps'

Das Französische und das Internet

Mittwoch, 16. Juni 2010 22:06

Wenn es um Computer, Internet und die neuen Medien geht, finden sich zwischen E-Mail, Browser, Blog und Spam im deutschen Sprachgebrauch nur wenige eingedeutsche Bezeichnungen. Das Englische hat Einzug gehalten und stößt dabei im Deutschen auf verhältnismäßig wenig Gegenwehr.

Nicht so in Frankreich. Schon immer haben die Franzosen sich vehement gegen allzu großen Einfluss anderer Sprachen, allen voran des in der Technik vorherrschenden Englischen, gewehrt. Die Académie française, die ihre Rolle als “Wächterin” der französischen Sprache sehr ernst nimmt, arbeitet mit Vehemenz an der Abwehr der verpönten Anglizismen. Und so heißt nicht nur schon lange der Computer “ordinateur” und die Software “logiciel”- auch neu entstehende Terminologien werden schnell angepasst. Von “courriel” (E-Mail, Abkürzung von “courrier électronique”) über “navigateur” (Browser) bis hin zu “pare-feu” (Firewall) und neuerdings sogar “pourriel” (Spam, Zusammensetzung von “courriel” und “poubelle” (Mülleimer)). Soweit zumindest die offiziellen Empfehlungen. Die Sprachwirklichkeit sieht allerdings schon wieder ganz anders aus: denn während sich die Académie française zwar “pourriel” wünschen mag, spricht der durchschnittliche Franzose ganz einfach von “spam” oder, wenn er sich etwas gewählter ausdrücken möchte, von “courrier indésirable” (unerwünschte Mail). Und auch der schon früh eingesetzte Begriff “courriel” wird immer mehr vom international gängigen “e-mail” verdrängt.
Nicht unerheblich sind außerdem auch die Unterschiede zwischen dem Gebrauch in Frankreich und dem beispielsweise in Kanada. Dort werden durch die Nähe zum Englischen zum einen manche Anglizismen stärker verwendet, zum anderen gibt es hier auch völlig neue Fachausdrücke, wie z.B. der Begriff “fureteur” für den Browser, der in Frankreich wohl eher leichte Irritationen auslösen dürfte…

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Frohe Ostern!

Sonntag, 4. April 2010 7:20

Möchten Sie Ihren Kunden oder Geschäftspartnern frohe Ostern wünschen? Nicht immer ganz einfach, denn hier und da können die kulturellen Unterschiede zu potentiellen Fettnäpfchen werden…

“Happy Easter!” sagt man im englischsprachigen Bereich, in Frankreich wünscht man sich “Joyeuses Pâques!” – und in Spanien & Lateinamerika kann einem ab und zu “¡Felices Pascuas!” begegnen. Hier wird’s allerdings trickreich, denn wie bereits angedeutet, kann dies vor allem in Lateinamerika auch “Frohe Weihnachten!” bedeuten.

Viele bunte Eier und erholsame Feiertage!

Thema: Allgemein, Land & Leute, Newsticker, Sprachtipps | Kommentare (0) | Autor:

Jueves Santo in Spanien

Donnerstag, 1. April 2010 8:02

Bereits heute beginnen in zahlreichen Regionen Spaniens die Osterfeiertage. Jueves Santo (Gründonnerstag) ist offizieller Feiertag in den Regionen Andalusien, Aragón, Asturien, Kantabrien, Castilla-LaMancha, Castilla y León, Extremadura, Galizien, in der Comunidad de Madrid, der Region Murcia, in Navarra, im Baskenland, in La Rioja, in Ceuta y Melilla sowie auf den Balearen und den Kanarischen Inseln.

Die Heilige Woche, die Semana Santa, die am Palmsonntag beginnt und mit Ostersonntag endet, wird in Spanien ausgiebig gefeiert. Zentrales Element der Semana Santa sind die zahlreichen Prozessionen, die vor allem in Andalusien mit intensiver Beteiligung der Bevölkerung gefeiert werden.

Die Prozessionen zur Semana Santa in Sevilla sind zweifellos die bekanntesten und ziehen jedes Jahr aufs Neue auch zahlreiche Touristen an.

Übrigens: traditionell wünscht man sich in Spanien keine Frohen Ostern, da die Semana Santa eher als Trauer-, denn als Feier-Anlass betrachtet wird. Vor allem von jungen Leuten wird die Formel “¡Felices Pascuas!” zwar immer häufiger auch als Ostergruß verwendet, in zahlreichen Regionen ist sie jedoch in der Bedeutung “Frohe Weihnachten!” geläufig. Es ist also allemal Vorsicht geboten – im Zweifel eher auf entsprechende Osterwünsche verzichten!

Thema: Land & Leute, Newsticker, Sprachtipps | Kommentare (1) | Autor: