Handel in Europa: Mehr Volumen, mehr Konflikte
Montag, 18. Oktober 2010 8:26
Die europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) sind erster Ansprechpartner bei Konflikten im grenzüberschreitenden EU-Handel. Wo mehr gehandelt wird, entstehen auch mehr Konflikte – und so stellen die Verbraucherschütze in ihrem aktuellen Bericht über Beschwerdefälle im Berichtszeitraum 2008-2009 einen deutlichen Anstieg der Beschwerden fest. Insgesamt stiegen die Rechtsstreitigkeiten um 3.158 auf 5.246 Fälle, die Verbraucheranfragen um 7.051 auf 13.74 Anfragen. Rund 50% der im ECC bearbeiteten Fälle sind im eCommerce angesiedelt.
Die meisten Probleme tauchen im Bereich Lieferschwierigkeiten, in Bezug auf die gelieferte Ware/Dienstleistung sowie im Hinblick auf Vertragsklauseln auf. Dass deutsche Online-Händler bei den beanstandeten Händlern ganz vorne auf der Liste stehen, ist dabei weniger auf geringe Seriosität des deutschen Online-Handels zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass Deutschland auch im Online-Handel in Sachen Export die Nase vorn hat.
Des Weiteren geht der Bericht auch auf die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf den Online-Handel, die europäische Gesetzgebung im Bereich des Online-Handels, Unterschiede in den natoinalen Gesetzgebungen sowie auf Internet-Betrug und Rechtsdurchsetzung ein.
Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
Die gesamte Studie: The European Online Marketplace: Consumer Complaints 2008 – 2009
Thema: eCommerce, Newsticker, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: Dr. Katja Flinzner