Ruhiger Tag für spanische Standesbeamte: Dienstag, der 13.


Ruhiger Tag für spanische Standesbeamte: Dienstag, der 13.

Gepostet Von am 13.11.2012 in Land & Leute, Newsticker, Spanien

Wollen Sie heute in den Urlaub fahren? Oder vielleicht sogar heiraten? Dann seien Sie froh, dass Sie nicht in Spanien wohnen, denn dort gilt Dienstag, der 13., als Unglückstag. „No te cases y no te embarques“ – nicht heiraten und keine Reise beginnen, das sind die häufigsten Ratschläge für Dinge, die man an einem Dienstag, den 13. am besten unterlassen sollte… Und so werden die spanischen Standesbeamten heute wohl eine eher ruhige Kugel schieben…

Dass nicht Freitag, der 13., sondern Dienstag, der 13., Unglück mit sich bringt, glaubt man im übrigen nicht nur in Spanien, sondern auch in großen Teilen Lateinamerikas sowie in Griechenland. Für die Angst vor Dienstag, dem 13., gibt es im Spanischen sogar einen zungenbrecherischen Fachbegriff: Trezidavomartiofobia.

Warum ausgerechnet der Dienstag? Das spanische Wort für Dienstag, „martes“, leitet sich vom Namen des Planeten Mars ab, der wegen seiner blutroten Färbung schon immer mit den Gottheiten des Krieges (daher auch der römische Kriegsgott Mars) in Verbindung gebracht wurde – Zerstörung, Blut & Gewalt wurden ihm also schon seit jeher zugeschrieben.

Und eine Legende besagt, dass die babylonische Sprachverwirrung anlässlich des Turmbaus zu Babel an einem Dienstag, den 13. stattfand.

Dann lassen wir uns doch einfach mal überraschen, was der heutige Tag so bringt. In Spanien beraten Regierung und Oppositionspartei PSOE heute darüber, wie den im Rahmen der Wirtschaftskrise zu einem echten Problem gewordenen Zwangsräumungen ein Ende bereitet werden kann. Der wohl größte und vielleicht auch wichtigste Generalstreik, den Spanien seit Einführung der Demokratie jemals gesehen hat, findet dagegen erst morgen statt: heute wäre auch irgendwie nicht der richtige Tag gewesen :-).

KF/msh

Dr. Katja Flinzner

Hat 2010 mehrsprachig handeln gegründet und im dazugehörigen Blog viel über Frankreich, Spanien,Großbritannien und ab und zu auch mal den Rest der Welt geschrieben. Seitdem hat sich viel verändert. Heute arbeitet sie unter dem Namen contentIQ als Fachautorin, Corporate Bloggerin, Referentin, Lektorin und Übersetzerin zu Themen rund um SEO und Content.
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