Spanien: Der rettende Schritt über die Grenze


Spanien: Der rettende Schritt über die Grenze

Gepostet Von am 04.10.2013 in eCommerce, Newsticker, Spanien, Wirtschaft

Der spanischen Wirtschaft geht es schlecht. Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste lassen Kaufkraft und Kaufbereitschaft der spanischen Bevölkerung auf ein Minimum sinken, die Regierung hat diverse Sparmaßnahmen eingeleitet. Was sowohl für die Verbraucher als auch für Behörden und Verwaltung eine logische und häufig unumgängliche Reaktion ist, ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen oft existenzgefährend. Und so bleibt den spanischen Pymes („pequeñas y medianas empresas“ = KMU) nur eine Wahl: untergehen oder innovative Wege gehen.

Einer der folgerichtigsten Wege raus aus der individuellen Unternehmenskrise führt für die traditionell eher regional oder zumindest national ausgerichteten spanischen Pymes inzwischen über die Grenzen. Bereits 33% der KMU auf der iberischen Halbinsel erwirtschaften zwischen 21% und 50% ihres Umsatzes außerhalb der Landesgrenzen. In den kommenden drei Jahren wird diese Zahl laut einer von SAP beauftragten Studie von Oxford Economics auf 41% anwachsen.

Dabei werden die Unternehmen schrittweise immer globaler: Während aktuell nur 19% der befragten Unternehmen in sechs oder mehr unterschiedlichen Zielmärkten aktiv sind, wird sich diese Zahl in den kommenden drei Jahren mehr als verdoppeln – auf satte 43%.

Die grenzüberschreitende Neuausrichtung bringt für viele Unternehmen zahlreiche Umstellungen mit sich. Als wichtigsten Faktor nennen die befragten Unternehmen den Einsatz neuer Technologien: Die Nutzung der Cloud, soziale Netzwerke, Business Analytics Software, mobile Applikationen und Software zur Steuerung geschäftlicher Abläufe sind zentrale Elemente in einer globalisierten Neuorientierung.

Doch der Schritt über die Grenzen in einen globalisierten Markt ist nicht die einzige Reaktion auf die wirtschaftliche Schieflage: Neben der Internationalisierung reagieren die Pymes auch mit einer Ausweitung ihres Angebots sowie mit Kostenreduktions- und Effizenzsteigerungsmaßnahmen auf die Krise.

KF/msh | Quelle: Ticpymes

Dr. Katja Flinzner

Hat 2010 mehrsprachig handeln gegründet und im dazugehörigen Blog viel über Frankreich, Spanien,Großbritannien und ab und zu auch mal den Rest der Welt geschrieben. Seitdem hat sich viel verändert. Heute arbeitet sie unter dem Namen contentIQ als Fachautorin, Corporate Bloggerin, Referentin, Lektorin und Übersetzerin zu Themen rund um SEO und Content.
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